Im Brennpunkt

Ein Kommentar von Anna Lind

Unrecht und Recht sind verdreht und so behaupte ich, neo-liberalistische Ideologien sind nicht minder schuld am Schlamassel. Richtig und falsch steht auf dem Kopf. Moral und Werte sind austauschbare Variablen im Spiel einer auf Machterhalt zielenden kleinen technokratischen Welt-Elite. Ja, es ist ein großes Fass, ein großer Bogen der gespannt wird. Aber folgt man ihm nicht, diesem Bogen wird man nicht erfassen, was des Pudels Kern ist. 

Wir sind im Krieg und niemand weiß es. Die Opfer, die es zu beklagen gibt wissen es selbst nicht einmal, denn sie sitzen im Panoptikum der eigenen heilen Welt und sind damit so nackt den herrschenden Zirkeln ausgeliefert, wie nie zuvor. 

Sie glauben alles. Glauben an die Verdrehungen der Kategorien, glauben links-verspulte Ideologien und können den Unterschied zwischen Recht und Unrecht nicht mehr ausmachen. Sind Anbeter eines technokratisch digitalen Weltbildes. Es wird als neue Freiheit gesehen.

Schon Orwell beschrieb der beste Sklaven sei der, der gar nicht um seine Versklavung weiß, und so ist es auch hier. 

Es ist unrecht und faschistisch einen Menschen wegen seiner Hautfarbe hinzurichten. Es ist falsch grausam und unrecht! Ja! 
Es ist aber in unserem System NICHT faschistisch, sondern momentan richtig unschuldige Menschen von oberster staatlicher Seite  zu tyrannisieren und in den Wahnsinn zu treiben, zu überwachen, zu drangsalieren und mit drakonischen Strafen zu drohen, die sich ob einer eingebildeten Pandemie keine Angst machen lassen. Ihnen ihre Grundrechte wegzunehmen und freies Atmen, die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit sowie das Ausgestalten menschlicher Beziehungen unter Strafe zu stellen zumindest aber zu kriminalisieren. Menschen die die Selbstermächtigung dieser kleinen Macht-Elite aufdecken, werden wie Staatsfeinde behandelt. Sie sind Gefahr, denn ein Sklave soll tun was ihm befohlen und nicht fragen sondern rudern. 

Das Versammlungsrecht ist komplett ausgehöhlt. Der Sklave weiß nichts davon, was braucht man ein Versammlungsrecht, wenn im Boot die Trommel einmal mehr lauter schallt, denn die Arbeitsplätze gehen den herannahenden Wasserfall der Insolvenzen hinunter? Da heißt es gegen an zu Rudern, stromaufwärts, irgendwas wird zu retten sein. Aber eine Meinung? Was ist das noch mal?

Wo sich keine Meinung gemacht wird, ist Meinungsfreiheit ein kleines Detail was irgendwie zwar dazu gehört aber zwischen Pubertät und Zweitwagen verstaubte, und lange vergessen irgendwo abgelegt wurde. Die Frau mit der Raute macht das schon. Steht obenan der Staatsgaleere. Meinung ist hier pfuibah. Alternativlos der Kurs, demokratisch zwar, aber alternativlos. Klingt ja auch logisch für den Sklaven der einfach rudert, rudern muss. So glaubt er. Denn ja wie gesagt: in seiner Logik des eingebildeten Freien ist das durchaus plausibel.

Denn Meinung ist doch hier das was vorgebetet wird. Pauschalpakete und Allgemeinplätze halten die enge Welt zusammen. Es ist en Vogue stolz und  meinunsgkonform „Black Life Matters“ zu posten – aber natürlich gegen Menschen zu wettern und vorzugehen die die Maßnahmen kritisieren, das Grundgesetz schützen wollen, die Mitgefühl mit den einsamen kranken und Schwachen haben, die ihre Kinder wieder an Bildung und Sozialleben teilhaben lassen wollen und sich um die Wirtschaft dieses Landes sorgen.

Meinung 2.0: Selbst-denken ist doch irgendwie lästig. Dauert. Strengt an. 

Wer macht sich Gedanken um die zahllosen Suizide, um ein zerstörtes Bildungssystem, um Kinder die keine Anbindung zu Gleichaltrigen haben? Warum werden gerade von oberster Stelle Leben zerstört, um dann im nächsten Atemzug gegen Rassismus aufzustehen? 
Warum werden Freiheitsliebende Menschen „Leugner“ und „rechts“ oder hysterische Aluhut-Träger genannt und finanzierte Faschisten im Kleid der Linken Antifa die so gewalttätig und brutal wie diese Cops die gegen George Floyd vorgegangen sind, gefeiert? Ist die links-gedrehte Ideologie-Brille aktiv, ist man auf dem rechten Auge blind. Oder sogar auf beiden.
Warum ist diese Welt so verdreht, und warum glauben so viele das richtige zu wollen, um damit im nächsten Atemzug das Böse herbei zu führen? 

Weil Orwell Recht hatte. Die beste Diktatur ist die, in der die Sklaven sich selbst für frei halten.  Wo Krieg aussieht wie Frieden und Normalität.

Der Krieg wird nicht bemerkt, weil er nach innen gerichtet ins System hinein implodiert ist. Und der Feind ist das eigene Volk.  Er ist subtil, kämpft mit anderen Mitteln, mit noch nie dagewesenen Methoden digitaler Kontrolle und Propaganda, nämlich der medialen Kontrolle. 

Ein altes Spiel in neuem, sehr klugen, fast unsichtbarem Gewand. Tyrannei im digitalen Zeitalter. Die Sklaven des Systems erkennen ihn nicht, sind vielmehr noch Erfüllungsgehilfen in froher Erwartung auf ein bisschen Normalität. Daheim sein. Vor dem Rechner. Netflix schauen. Und wenn der blöde Nachbar nervt darf man ihn anschwärzten. Der soll ja sowieso weg. Ist potenzielle Gefahr. Man will schließlich seine Ruhe haben und für sich sein. Ganz allein mit sich und seinem eigenen asozialen Selbst.

Schöne, neue Normalität.

Die Welt steht in Flammen.

Über „1984“ von George Orwell

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

1984 (Originaltitel: Nineteen Eighty-Four, deutscher Alternativtitel: Neunzehnhundertvierundachtzig), geschrieben von 1946 bis 1948[1] und erschienen im Juni 1949, ist ein dystopischer Roman von George Orwell (eigentlich Eric Arthur Blair), in dem ein totalitärer Überwachungsstaat, der durch die Sozialistische Partei Englands (Engsoc) regiert wird, im Jahre 1984 dargestellt wird. Protagonist der Handlung ist Winston Smith, ein einfaches Mitglied der diktatorisch herrschenden Staatspartei, der sich, der allgegenwärtigen Überwachung zum Trotz, seine Privatsphäre sichern will sowie etwas über die reale, nicht redigierte Vergangenheit erfahren möchte und dadurch in Konflikt mit dem System gerät, das ihn einer Gehirnwäsche unterzieht.

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